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Arbeitssicherheit auf Verkehrswegen: Worauf kommt es an?

01.06.2025 294 mal gelesen 4 Kommentare
  • Verkehrswege müssen stets frei von Hindernissen und gut beleuchtet sein.
  • Deutliche Markierungen und rutschfeste Bodenbeläge erhöhen die Sicherheit.
  • Regelmäßige Unterweisungen sensibilisieren Beschäftigte für Gefahrenquellen.

Bedeutung sicherer Verkehrswege für die Arbeitssicherheit

Sichere Verkehrswege sind das Rückgrat eines funktionierenden Arbeitsschutzes. In vielen Betrieben wird ihre Bedeutung unterschätzt – dabei entscheidet die Qualität von Fluren, Gängen und Zugängen täglich über das Unfallrisiko. Was oft wie eine Selbstverständlichkeit wirkt, ist in Wahrheit das Ergebnis sorgfältiger Planung und konsequenter Umsetzung. Wer hier nachlässig ist, riskiert nicht nur Unfälle, sondern auch Produktionsausfälle und rechtliche Konsequenzen.

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Ein gut gestalteter Verkehrsweg verhindert nicht nur Stolper- und Sturzunfälle, sondern sorgt auch für eine klare Orientierung im Betrieb. Beschäftigte wissen auf einen Blick, wo sie gefahrlos gehen oder fahren können. Gerade in hektischen Situationen – etwa bei Evakuierungen oder unter Zeitdruck – kann das entscheidend sein. Unsichere oder schlecht markierte Wege führen dagegen zu Verwirrung, Stress und im schlimmsten Fall zu folgenschweren Zusammenstößen.

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Effiziente Abläufe hängen unmittelbar mit der Sicherheit der Verkehrswege zusammen. Werden Wege blockiert, zu eng geplant oder unübersichtlich geführt, stockt der Betriebsablauf. Das kostet Zeit, Nerven und im Ernstfall auch Geld. Hinzu kommt: Moderne Arbeitswelten verlangen flexible, barrierearme Lösungen, die allen Beschäftigten – unabhängig von körperlichen Einschränkungen – eine sichere Nutzung ermöglichen. Wer hier investiert, erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Zufriedenheit und Produktivität im Team.

Zusammengefasst: Die Bedeutung sicherer Verkehrswege für die Arbeitssicherheit liegt nicht nur im Schutz vor Unfällen, sondern auch in der Schaffung eines klaren, stressfreien und effizienten Arbeitsumfelds. Ein Pluspunkt, der sich täglich auszahlt – und zwar für alle.

Rechtliche Vorgaben: Diese Regeln gelten für Verkehrswege

Wer Verkehrswege im Betrieb plant oder betreibt, muss sich an klare rechtliche Vorgaben halten. Das zentrale Regelwerk ist die ASR A1.8 „Verkehrswege“, herausgegeben von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Diese Technische Regel konkretisiert die Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und ist damit für alle Arbeitgeber verbindlich, sobald Beschäftigte im Betrieb unterwegs sind.

  • ASR A1.8 legt verbindlich fest, wie breit, hoch und sicher Verkehrswege gestaltet sein müssen. Sie unterscheidet dabei zwischen Gehwegen, Fahrwegen, Flucht- und Rettungswegen sowie speziellen Bereichen wie Treppen oder Rampen.
  • Gefährdungsbeurteilung: Arbeitgeber sind verpflichtet, für jeden Verkehrsweg eine individuelle Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Dabei werden Nutzung, Personenanzahl und besondere Risiken (z. B. Transportfahrzeuge, Gefahrstoffe) berücksichtigt.
  • Schutzmaßnahmen: Die Regeln verlangen, dass Verkehrswege frei von Hindernissen gehalten werden und keine losen Kabel, rutschigen Stellen oder Stolperfallen aufweisen dürfen. Auch temporäre Baustellenbereiche müssen gesichert und markiert werden.
  • Flucht- und Rettungswege: Für diese gelten besonders strenge Vorgaben. Sie müssen jederzeit frei, deutlich gekennzeichnet und ausreichend beleuchtet sein. Die Mindestbreiten und -höhen sind abhängig von der erwarteten Personenzahl und der Nutzung.
  • Barrierefreiheit: Bei Neu- und Umbauten sind die Anforderungen an barrierefreie Verkehrswege zwingend einzuhalten. Die ASR A2.3 gibt hier zusätzliche Mindestmaße und Ausstattungsmerkmale vor.

Wichtig: Wer die gesetzlichen Vorgaben ignoriert, riskiert Bußgelder, Haftungsansprüche und im Ernstfall sogar strafrechtliche Konsequenzen. Die Einhaltung der ASR-Regeln ist also nicht nur Pflicht, sondern schützt auch vor unangenehmen Überraschungen.

Pro- und Contra-Tabelle: Maßnahmen zur Arbeitssicherheit auf Verkehrswegen

Pro: Vorteile sicherer Verkehrswege Contra: Herausforderungen und Hindernisse
Verhindern von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen Erhöhter Planungs- und Umsetzungsaufwand
Klare Orientierung und schnelle Evakuierung bei Notfällen Anschaffung und Wartung von Sicherheitsausstattung kann kostenintensiv sein
Effiziente und reibungslose Arbeitsabläufe Temporäre Beeinträchtigungen des Betriebs bei Umbau oder Wartung
Erfüllung gesetzlicher Vorschriften verhindert Bußgelder und Haftungsrisiken Schwierigkeiten bei der Nachrüstung in Altbauten oder engen Räumlichkeiten
Barrierefreie Verkehrswege steigern Akzeptanz und Motivation aller Beschäftigten Widerstand gegen Veränderungen im Betriebsalltag oder zusätzliche Regeln
Reduzierung von Produktionsausfällen durch weniger Unfälle Regelmäßige Kontrolle und Schulung der Mitarbeitenden erforderlich

Gestaltungsgrundsätze: So müssen Verkehrswege beschaffen sein

Die Gestaltung von Verkehrswegen verlangt viel mehr als nur ein bisschen Farbe auf dem Boden oder das Aufstellen eines Schildes. Es geht um Details, die im Alltag den Unterschied machen. Verkehrswege müssen laut Vorgaben so ausgeführt sein, dass sie „leicht und sicher begeh- und befahrbar“ sind. Klingt erstmal simpel, ist aber in der Praxis eine echte Herausforderung.

  • Oberflächenbeschaffenheit: Verkehrswege dürfen keine Unebenheiten mit mehr als 4 mm Höhenunterschied aufweisen. Auch kleine Stolperkanten oder Absätze können zu gefährlichen Stürzen führen. Die Oberfläche muss rutschhemmend und trittsicher sein – besonders bei Nässe oder Schmutz.
  • Spalten und Roste: Spaltenbreiten über 20 mm sowie Maschenweiten von Rosten über 35 mm x 51 mm sind tabu. Solche Lücken bergen ein enormes Risiko, gerade für Personen mit Absatzschuhen oder Rollatoren.
  • Höhenunterschiede: Wo Höhenunterschiede auftreten, sind entweder Schrägrampen oder mindestens zwei zusammenhängende, gleich hohe Stufen vorgeschrieben. Einzelne Stufen gelten als Stolperfallen und sind zu vermeiden.
  • Kabel und Leitungen: Lose Kabel oder Schläuche auf Verkehrswegen sind ein absolutes No-Go. Sie müssen mit Kabelbrücken gesichert oder komplett aus dem Weg geräumt werden.
  • Abgrenzungen und Schutz: Gefährliche Bereiche neben Verkehrswegen – etwa Maschinen, Schächte oder Absturzkanten – sind durch Geländer, Abdeckungen oder andere Schutzeinrichtungen zu sichern.
  • Markierungen und Sichtbarkeit: Verkehrswege, die sich mit Fahrwegen kreuzen oder in unübersichtlichen Bereichen verlaufen, brauchen klare Markierungen. Gute Beleuchtung ist Pflicht, damit Hindernisse oder Richtungswechsel jederzeit erkennbar sind.

Ein durchdachtes Konzept für Verkehrswege reduziert nicht nur das Unfallrisiko, sondern erleichtert auch die Orientierung und fördert effiziente Arbeitsabläufe. Wer hier schludert, merkt das oft erst, wenn es zu spät ist – und das kann teuer werden.

Mindestmaße und Anforderungen an Breite und Höhe

Die richtigen Maße für Verkehrswege sind kein Wunschkonzert, sondern klar geregelt. Sie richten sich nach der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Art der Nutzung. Wer zu schmal plant, riskiert im Ernstfall nicht nur Stress und Gedränge, sondern auch Bußgelder und gefährliche Situationen.

  • Breite: Für Türen und Wege gilt: Je mehr Personen, desto breiter muss der Durchgang sein. Bis zu 5 Personen reichen 0,8 m für Türen und 0,9 m für Wege. Bei 20 Personen sind es schon 0,9 m bzw. 1,0 m. Wer mit 50 oder mehr Personen rechnet, braucht mindestens 1,2 m Breite. Ab 300 Personen steigt das Maß auf 1,8 m, bei 400 sogar auf 2,4 m.
  • Höhe: Über Verkehrswegen ist eine lichte Höhe von mindestens 2,10 m vorgeschrieben, niemals weniger als 2,00 m. Türen und Durchgänge dürfen nicht niedriger als 1,95 m sein, Standard sind aber 2,10 m.
  • Arbeitsnahe Gänge: Für Wartungs- oder Kontrollgänge reichen 0,60 m Breite und 1,90 m Höhe aus – aber nur, wenn sie nicht als Fluchtweg dienen.
  • Vor und hinter Türen: Ein Abstand von mindestens 1,0 m zur nächsten Treppe oder Stufe ist Pflicht. Bei geöffneter Tür muss der Abstand wenigstens 0,5 m betragen.

Wichtig: Die Maße gelten als Mindestanforderung. Bei besonderen Risiken oder hohem Verkehrsaufkommen empfiehlt sich, großzügiger zu planen.

Barrierefreiheit auf Verkehrswegen gewährleisten

Barrierefreiheit ist längst kein Nice-to-have mehr, sondern gesetzliche Pflicht bei Neu- und Umbauten. Verkehrswege müssen so gestaltet sein, dass sie von allen Menschen sicher genutzt werden können – unabhängig von körperlichen Einschränkungen oder temporären Beeinträchtigungen. Das bedeutet konkret: Auch Rollstuhlfahrer, Menschen mit Gehhilfen oder Sehbehinderte dürfen nicht benachteiligt werden.

  • Breite barrierefreier Wege: Mindestens 0,90 m sind für Flucht- und Rettungswege vorgeschrieben, damit auch Rollstühle problemlos passieren können.
  • Stufenlose Gestaltung: Schwellen, einzelne Stufen oder hohe Türanschläge sind zu vermeiden. Rampen mit geringer Steigung ersetzen Höhenunterschiede und müssen mit rutschhemmender Oberfläche ausgeführt sein.
  • Taktil erfassbare Markierungen: Für Menschen mit Sehbehinderung sind Bodenindikatoren, kontrastreiche Leitlinien oder fühlbare Markierungen essenziell. Sie erleichtern die Orientierung und verhindern Unfälle.
  • Bedienelemente und Türen: Türgriffe, Klingeln oder Schalter sollten in einer Höhe von 85–105 cm angebracht werden und leicht erreichbar sein – auch aus dem Rollstuhl.
  • Beleuchtung und Sichtbarkeit: Verkehrswege müssen gleichmäßig und blendfrei ausgeleuchtet sein. Reflexionsarme Materialien und kontrastreiche Farbgestaltung helfen zusätzlich.

Barrierefreiheit zahlt sich aus: Sie erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Akzeptanz und das Wohlbefinden aller Beschäftigten.

Absturz- und Durchsturzsicherung entlang von Verkehrswegen

Absturz- und Durchsturzsicherungen sind entlang von Verkehrswegen absolute Pflicht, sobald Absturzhöhen von einem Meter oder mehr erreicht werden. Die Praxis zeigt: Schon kleine Nachlässigkeiten können hier zu dramatischen Unfällen führen. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf durchgängige Geländer, stabile Brüstungen oder andere bauliche Schutzmaßnahmen. Wichtig ist, dass diese Sicherungen fest verankert und in der richtigen Höhe angebracht sind – mindestens 1,0 m, oft auch höher, je nach Gefährdungsbeurteilung.

  • Durchsturzgefährdete Flächen wie Lichtkuppeln, Glasdächer oder Gitterroste müssen besonders gesichert werden. Hier kommen Abdeckungen, Schutzgitter oder Netze zum Einsatz, die das Gewicht einer Person problemlos aufnehmen können.
  • Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Auffangnetze oder persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) sind erforderlich, wenn bauliche Sicherungen nicht ausreichen oder zeitweise entfernt werden müssen, etwa bei Wartungsarbeiten.
  • Flächen mit Versinkungs- oder Abrutschgefahr – beispielsweise in der Nähe von Schächten, Gruben oder wasserführenden Anlagen – brauchen ebenfalls spezielle Sicherungen. Hier sind feste Abdeckungen oder rutschhemmende Barrieren gefragt.
  • Regelmäßige Kontrolle der Sicherungseinrichtungen ist unerlässlich. Schon kleine Beschädigungen oder lose Verankerungen können die Schutzwirkung massiv beeinträchtigen.

Eine lückenlose Absturz- und Durchsturzsicherung rettet Leben und ist nicht verhandelbar – weder aus rechtlicher noch aus moralischer Sicht.

Typische Unfallquellen und deren Vermeidung

Typische Unfallquellen auf Verkehrswegen lauern oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Häufig sind es kleine Nachlässigkeiten oder unvorhergesehene Veränderungen im Arbeitsalltag, die zu gefährlichen Situationen führen. Ein Klassiker: plötzlich abgestellte Gegenstände, die eigentlich „nur kurz“ im Weg stehen. Auch provisorische Umleitungen während Bauarbeiten oder schlecht sichtbare Übergänge zwischen unterschiedlichen Bodenbelägen gehören zu den unterschätzten Gefahren.

  • Unzureichende Beleuchtung: Dunkle Ecken, defekte Lampen oder schlecht ausgeleuchtete Übergänge erschweren die Orientierung und erhöhen das Risiko von Fehltritten oder Zusammenstößen.
  • Verschmutzungen und Nässe: Ölspuren, Wasserlachen oder lose Streumittel machen Böden rutschig. Gerade in Eingangsbereichen oder bei wechselndem Wetter sollte regelmäßig kontrolliert und sofort gereinigt werden.
  • Unübersichtliche Kreuzungen: Wenn sich mehrere Verkehrswege kreuzen und die Sicht eingeschränkt ist, steigt die Gefahr von Zusammenstößen – insbesondere zwischen Fußgängern und Flurförderzeugen.
  • Fehlende oder verwirrende Beschilderung: Wer nicht weiß, wo’s langgeht, irrt herum. Das erhöht Stress und Unfallgefahr, vor allem für neue oder ortsunkundige Beschäftigte.
  • Temporäre Hindernisse: Paletten, Werkzeugkisten oder Verpackungsmaterial, die „mal eben“ abgestellt werden, blockieren Wege und zwingen zu riskanten Ausweichmanövern.

Die beste Strategie zur Vermeidung solcher Unfallquellen ist eine gelebte Sicherheitskultur: Beschäftigte sollten ermutigt werden, Gefahren sofort zu melden und Hindernisse eigenständig zu beseitigen. Klare Verantwortlichkeiten, regelmäßige Rundgänge und eine offene Kommunikation helfen, dass aus kleinen Problemen keine großen Unfälle werden.

Praktische Beispiele: Umsetzung von Arbeitssicherheit auf Verkehrswegen

Wie sieht Arbeitssicherheit auf Verkehrswegen im echten Betriebsalltag aus? Hier ein paar handfeste Beispiele, die zeigen, wie sich Vorgaben clever und praxisnah umsetzen lassen – und zwar jenseits von grauer Theorie:

  • Sensorbasierte Beleuchtung: In Lagerhallen oder langen Fluren sorgen Bewegungsmelder dafür, dass das Licht nur dort angeht, wo es gerade gebraucht wird. Das spart Energie und verhindert, dass Beschäftigte plötzlich im Dunkeln stehen.
  • Mobile Absperrsysteme: Bei kurzfristigen Reparaturen oder Reinigungsarbeiten kommen flexible Absperrbänder oder klappbare Warnbaken zum Einsatz. So lassen sich Gefahrenstellen schnell und sichtbar sichern, ohne den ganzen Betrieb lahmzulegen.
  • Akustische Warnsysteme: In Bereichen mit hohem Staplerverkehr werden akustische Signale eingesetzt, die Fußgänger vor herannahenden Fahrzeugen warnen. Das ist besonders effektiv an unübersichtlichen Kreuzungen oder hinter Regalen.
  • digitale Wegeführung: In großen Betrieben oder auf Baustellen werden Apps genutzt, die aktuelle Wegführungen, Baustellen oder Sperrungen anzeigen. Das minimiert Suchzeiten und sorgt dafür, dass niemand versehentlich in gesperrte Bereiche gerät.
  • Regelmäßige Safety-Walks: Führungskräfte und Sicherheitsbeauftragte gehen gemeinsam mit Beschäftigten regelmäßig die Verkehrswege ab. Dabei werden nicht nur Mängel entdeckt, sondern auch Ideen für Verbesserungen direkt vor Ort gesammelt und umgesetzt.

Diese Beispiele zeigen: Mit etwas Kreativität und technischem Know-how lassen sich Sicherheitsstandards nicht nur erfüllen, sondern oft sogar übertreffen.

Kontrolle, Wartung und Sensibilisierung im Alltag

Eine sichere Nutzung von Verkehrswegen steht und fällt mit konsequenter Kontrolle, gezielter Wartung und regelmäßiger Sensibilisierung der Beschäftigten. Ohne diese drei Bausteine schleichen sich schnell gefährliche Nachlässigkeiten ein, die niemand auf dem Schirm hatte.

  • Kontrolle: Verkehrswege sollten nach einem festen Plan inspiziert werden – nicht nur stichprobenartig, sondern systematisch. Dabei empfiehlt es sich, Checklisten zu nutzen, die auch weniger offensichtliche Schwachstellen abdecken. Digitale Tools können helfen, Kontrollen zu dokumentieren und Mängel sofort an die zuständigen Stellen weiterzuleiten.
  • Wartung: Verschleiß an Bodenbelägen, defekte Markierungen oder beschädigte Geländer müssen zeitnah repariert werden. Hier zahlt sich eine vorausschauende Wartungsplanung aus, die saisonale Besonderheiten wie Streugut im Winter oder erhöhte Feuchtigkeit im Herbst berücksichtigt. Auch die regelmäßige Reinigung ist Teil der Wartung – gerade in Bereichen mit viel Publikumsverkehr.
  • Sensibilisierung: Schulungen und kurze Sicherheitsbriefings sollten nicht als lästige Pflichtübung verstanden werden. Interaktive Formate, etwa kleine Quizrunden oder praktische Übungen direkt am Arbeitsplatz, erhöhen die Aufmerksamkeit für Risiken auf Verkehrswegen. Plakate oder digitale Infoboards mit wechselnden Sicherheitstipps halten das Thema präsent und motivieren zur Eigenverantwortung.

Nur wenn Kontrolle, Wartung und Sensibilisierung Hand in Hand gehen, bleibt die Sicherheit auf Verkehrswegen keine leere Floskel, sondern gelebte Praxis im Alltag.

Fazit: Sichere Verkehrswege als Basis eines effektiven Arbeitsschutzes

Sichere Verkehrswege sind weit mehr als ein formaler Bestandteil des Arbeitsschutzes – sie sind ein strategischer Erfolgsfaktor. Unternehmen, die gezielt in die Qualität ihrer Verkehrswege investieren, profitieren nicht nur von weniger Unfällen, sondern auch von einer spürbar höheren Motivation und Loyalität ihrer Mitarbeitenden. Eine moderne Sicherheitskultur betrachtet Verkehrswege als dynamische Schnittstellen, die kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst werden müssen – sei es durch technologische Innovationen, veränderte Arbeitsprozesse oder wachsende Teams.

  • Digitale Monitoring-Systeme ermöglichen es, Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen und präventiv zu handeln.
  • Die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten – etwa durch langlebige, umweltfreundliche Materialien oder energiesparende Beleuchtung – schafft zusätzlichen Mehrwert.
  • Partizipative Ansätze, bei denen Beschäftigte aktiv in die Weiterentwicklung der Verkehrswege eingebunden werden, fördern Akzeptanz und Identifikation mit dem Arbeitsschutz.

Wer Verkehrswege als dynamisches Element im betrieblichen Alltag versteht, setzt ein klares Zeichen für Verantwortung und Weitblick – und legt damit das Fundament für nachhaltigen Unternehmenserfolg.


Erfahrungen und Meinungen

Nutzer berichten von häufigen Problemen auf Verkehrswegen in Betrieben. Ein zentrales Thema: unzureichende Beleuchtung. In vielen Lagerhäusern sind Gänge schlecht ausgeleuchtet. Das führt zu Stürzen und Unfällen. Ein Anwender beschreibt einen Vorfall, bei dem ein Kollege wegen mangelhafter Lichtverhältnisse gestürzt ist. Die Folgen waren nicht nur körperliche Verletzungen, sondern auch Produktionsausfälle.

Ein weiteres Problem: Engpässe und Blockaden. Nutzer berichten, dass oft Materialien oder Geräte in Durchgängen abgestellt werden. Das erhöht das Risiko von Kollisionen. Ein Anwender schildert, dass ein Gabelstapler in einem überfüllten Gang einen Mitarbeiter touchiert hat. Solche Vorfälle könnten durch eine bessere Organisation der Lagerflächen vermieden werden.

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Sicherheitsmarkierungen sind ebenfalls ein wichtiges Thema. Anwender bemängeln oft, dass Bodenmarkierungen nicht deutlich genug sind. In einem Bericht wird erwähnt, dass unklare Wege zu Verwirrung führen. Mitarbeiter wissen nicht, welcher Weg sicher ist. Das kann fatale Folgen haben. Klare Markierungen und regelmäßige Schulungen könnten hier Abhilfe schaffen.

Die Verantwortung der Führungskräfte wird häufig thematisiert. Nutzer fordern mehr Engagement von Vorgesetzten. Ein Anwender erwähnt, dass Sicherheitsbegehungen zu selten stattfinden. Mängel bleiben oft unentdeckt und unadressiert. Ein proaktiver Ansatz könnte die Sicherheit deutlich erhöhen.

Ein weiteres wichtiges Thema sind die Schulungen. Anwender berichten von unzureichenden Informationen über sicheres Verhalten auf Verkehrswegen. Viele Mitarbeiter wissen nicht, wie sie sich im Arbeitsumfeld richtig verhalten sollen. Ein Nutzer betont, dass regelmäßige Schulungen unerlässlich sind. Nur so können alle Mitarbeiter für die Gefahren sensibilisiert werden.

Die Gestaltung der Verkehrswege spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Anwender kritisieren oft, dass die Planung nicht optimal ist. Ein Nutzer beschreibt, dass enge Flure und unübersichtliche Ecken häufig zu gefährlichen Situationen führen. Eine bessere Raumgestaltung könnte das Unfallrisiko reduzieren. Auf baua.de wird empfohlen, Verkehrswege klar zu definieren und in der Planung zu berücksichtigen.

Zusammenfassend zeigt sich: Die Sicherheit auf Verkehrswegen ist ein komplexes Thema. Nutzer fordern klare Richtlinien, regelmäßige Schulungen und eine bessere Gestaltung. Nur so können Unfälle vermieden und die Arbeitssicherheit nachhaltig verbessert werden. Ein proaktiver Ansatz ist hier unerlässlich.


FAQ: Sichere Verkehrswege im Betrieb

Welche Vorschriften regeln die Gestaltung von Verkehrswegen am Arbeitsplatz?

Die wichtigsten Vorschriften sind die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und die Technische Regel ASR A1.8 „Verkehrswege“. Diese legen unter anderem Anforderungen an Breite, Höhe, Gestaltung, Oberflächenbeschaffenheit sowie die Freihaltung und Sicherung von Verkehrswegen fest.

Wie müssen Verkehrswege beschaffen sein, um Unfälle zu vermeiden?

Verkehrswege müssen eben, trittsicher, rutschhemmend und frei von Hindernissen oder Stolperkanten sein. Unebenheiten dürfen höchstens 4 Millimeter betragen. Außerdem sind Hindernisse wie lose Kabel, verschmutzte Stellen oder bauliche Stolperquellen unbedingt zu vermeiden.

Welche Mindestmaße gelten für Betriebsverkehrswege?

Die Mindestbreite und -höhe richten sich nach der Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer. Für Fluchtwege sind z. B. mindestens 0,90 Meter Breite und eine lichte Höhe von mindestens 2,10 Meter vorgeschrieben. Bei größerem Personenaufkommen müssen die Maße entsprechend erhöht werden.

Wie wird Barrierefreiheit auf Verkehrswegen sichergestellt?

Barrierefreie Verkehrswege müssen ausreichend breit, stufenlos gestaltet und taktil sowie visuell gut wahrnehmbar sein. Auf Schwellen oder einzelne Stufen ist zu verzichten, Rampen und geeignete Markierungen sind vorzusehen. Diese Vorgaben gelten insbesondere bei Neu- und Umbauten.

Wie kann die regelmäßige Kontrolle und Wartung von Verkehrswegen organisiert werden?

Kontrollen sollten anhand eines festen Plans sowie Checklisten erfolgen. Dabei werden insbesondere Hindernisse, beschädigte Markierungen, Verschmutzungen oder defekte Beleuchtung geprüft. Eine zeitnahe Beseitigung von Mängeln und die Sensibilisierung aller Mitarbeitenden für die sichere Nutzung der Wege sind essenziell.

Ihre Meinung zu diesem Artikel

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Also erstmal, ich hab jetzt nich alles hier durchgelesen, find aber der Vorschlag mit den digitalen Monitor-systemen von jemandem weiter oben is schon nicht schlecht, nur hab ich über sowas bei uns auf arbeit noch gar nix gesehn, gibt doch meistens nur diesen einen Hausmeister der da mal lang läuft un guckt ob irgendwas kaput is. Diese ganzen Mindestmaße wie im Artiekel steh'n, z.b. wie breit nen Gang sein muss, des klappt eh nie bei uns. Da hat einer halt mal n Regal in den Weg gestellt, tja dann is der Fluchtweg schmal, aber macht ja keiner was, bis was passiert halt. Einer hat vorhin geschrieben das mit den Safety-walks wär ne supi Idee, aber mal ehrlich, wer geht da wirklich immer mit und merkt sich was? Ich vergess das nach 10 Min wieder hauptsach nich ausrutschen. Diese Barrierefreiheitsdinger find ich überzogen ehrlichgesagt, bei uns kommt da eh kaum jemand mim Rollstuhl, das blockiert mehr die andren wenn alles so breit sein soll. Und Akustikwarner, also piepst bei uns auch mal wenn die Tür ewig offensteht aber sonst nix mit Warnung. Manchmal hat der Chef einfach n Absperrband liegen und denkt das reicht. Und die Lampen sind eh oft kaputt und dann ist da so n Schatten im Flur, schon öfter gestolpert weil was da lag, was keiner wegräumt. Ich glaub, das mit der Wartung und so klinkt alles voll wichtig, aber am ende spart halt jeder wo es geht weil kostet ja. Naja, jedenfalls danke für die Tips hier, vlt mal Chef zeigen aber bringt sicher eh nix.
Finde auch dass die Sache mit den nachhaltigen Materialien und energiesparender Beleuchtung im Kommentar davor zu kurz kommt, denn das bringt am Ende nicht nur Sicherheit sondern spart sogar langfristig Geld.
Hab ich das richtig verstanden, dass man sogar bei Neubauten auf Barrierefreiheit achten muss? Find das voll wichtig, aber bei uns wird das oft einfach ignoriert, selbst wenn’s im Gesetz steht!
Also ich finde, das mit den digitalen Monitoring-Systemen kann echt hilfreich sein, wie in dem ersten Kommentar erwähnt. Aber um ehrlich zu sein, ich versteh nicht ganz, wie das funktionieren soll. Sollte nicht jeder einfach aufpassen, wo er hinläuft? Wenn ich das richtig mitbekommen habe, führt das nur dazu, dass die leute noch mehr auf ihre handys starren und weniger auf den Boden gucken! Ich frag mich auch, ob das wirklich alle so ernst nehmen, wenn es um ihre Sicherheit geht.

Zusammenfassung des Artikels

Sichere und barrierefreie Verkehrswege sind essenziell für Arbeitssicherheit, effiziente Abläufe und gesetzlich vorgeschrieben; Verstöße können rechtliche Folgen haben.

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Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Regelmäßige Kontrolle und Wartung: Führen Sie systematische Begehungen der Verkehrswege mit Checklisten durch, um Mängel wie Unebenheiten, lose Kabel oder beschädigte Markierungen frühzeitig zu erkennen und zeitnah zu beheben. Digitale Tools können die Dokumentation und Mängelbeseitigung unterstützen.
  2. Klare Gestaltung und Markierung: Achten Sie auf rutschhemmende, trittsichere Bodenbeläge sowie gut sichtbare und verständliche Markierungen, insbesondere an Kreuzungen, Übergängen und Fluchtwegen. Beleuchtung muss ausreichend und blendfrei sein, um auch bei schlechten Sichtverhältnissen Sicherheit zu gewährleisten.
  3. Einhalten gesetzlicher Vorgaben: Orientieren Sie sich an den Anforderungen der ASR A1.8 und der Arbeitsstättenverordnung. Beachten Sie insbesondere Mindestmaße für Breite und Höhe, freie und deutlich gekennzeichnete Flucht- und Rettungswege sowie die Verpflichtung zur Gefährdungsbeurteilung für jeden Verkehrsweg.
  4. Barrierefreiheit sicherstellen: Gestalten Sie Verkehrswege so, dass sie auch von Personen mit körperlichen Einschränkungen problemlos genutzt werden können. Dazu gehören schwellenlose Übergänge, ausreichend breite Wege, taktile Markierungen und gut erreichbare Bedienelemente.
  5. Schulung und Sensibilisierung der Beschäftigten: Führen Sie regelmäßige Sicherheitsunterweisungen und interaktive Briefings durch, um das Bewusstsein für typische Unfallquellen und richtiges Verhalten auf Verkehrswegen zu schärfen. Ermutigen Sie die Mitarbeitenden, Gefahren und Hindernisse sofort zu melden und eigenständig zu beseitigen.

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